was kann das archipel

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Das Archipel ist unabhängig.

Die Inseln sind schwimmende Geräte, deren Reeder wir selbst sind. Der Bau und Umbau solcher Geräte braucht keine baurechtliche Genehmigungen.

Das Archipel schwimmt, es ist mobil und losgelöst vom Grundstück. Vom Heimathafen Veringkanal aus kann die Inseln Expeditionen machen. So kann zum Beispiel ein Vortrag vor der HCU in der Hafencity stattfinden, in der nächsten Woche ein Theaterstück vor den Elbbrücken aufgeführt werden und am folgenden Tag ein Nachbarschaftsessen im Veringkanal stattfinden. Das Archipel ist durch seine Mobilität nicht an die soziale Struktur eines einzigen Viertels gebunden, sondern kann sich unterschiedlichen Einflüssen aussetzen.

Das Archipel Projekt ist politisch.

Es ist ein Experimentierfeld für soziale Gefüge, kollektives Arbeiten und eine gemeinsame Gestaltung der Umwelt und der Stadt. Die Wasserwege sind Hamburgs Lebensadern. Die Wasserflächen die uns besonders als Anlaufstellen für das Archipel Interessieren sind, z.B. der Spreehafen oder die Billwerder Bucht, beides riesige Freiräume. Zwar sind es keine Allemende, denn es bestehen klare Verwaltungshoheiten und strenge Auflagen zur Nutzung, doch will das Archipel ein Ort sein der die Commons lebt und thematisiert.

Politisches soll diskutiert werden, das Projekt selbst möchte sich aber keinem politischen Lager zuordnen, da es offen für verschiedenste Gruppen und Einzelpersonen sein will.

Das Projekt ist architektonisch.

Es geht um Strategien der Raumnahme im gestalterisch-baulichen wie im stadtplanerischen Sinne. Wir wollen die rechtlichen Spielräume aufspüren und nutzbaren Raum schaffen. Die schwimmende Plattform ist ein potenzieller Raum, eine kollektive Suche nach einer Form von Gemeinschaftsflächen. Mit dem Archipel sollen freie Wasserflächen beleben werden.

Das Projekt ist Kunst.

Kunst, im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffes von sozialer Skulptur. Wir wissen aber auch um das Potenzial eines vielfältigen, offenen und freien Ortes für die persönliche Arbeit Einzelner.

Es ist ein soziales Projekt.

Da es die Möglichkeit bieten will, Eigenverantwortung für die Umgebung, in der wir als Gemeinschaft leben, zu übernehmen. Es soll aber auch einen Rahmen bieten, in dem ganz konkrete soziale Projekte durchgeführt werden können.

Auf dem Archipel können ganz neue Formen des Zusammenseins und der kollektiven Selbstorganisation erdacht und erlebt werden. Die ersten Inseln sind Keimzellen die sich teilen und vervielfachen werden. Das Archipel soll immer weiter wachsen.